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Sprudelhof Bad Nauheim

Stadtwerke modernisieren ihr Erscheinungsbild

[drucken]Datum: 16.02.2010

Donnerstag, 28. Januar 2010

Präsentation von neuem Firmenlogo und neu gestaltetem Kundenzentrum - Energie-Einsparung wichtiges Zukunftsthema
 
Bad Nauheim (buc). Mit einem neu gestalteten Logo und dem Schriftzug >>Neue Wege mit Erfahrung<< wollen die Bad Nauheimer Stadtwerke ihr verändertes Selbstverständnis auch äußerlich darstellen. Gestern präsentierten Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Berndt Hartmann und Vertriebsleiter Rainer Rothaug die Neuerung. >>Wir wollten kein völlig neues, wildes Logo, das keinen Wiedererkennungswert für den Kunden hat<<, betonte Hartmann. Deshalb habe man beim Design Wert darauf gelegt, die drei schrägen Balken beizubehalten. Die Balken des Ursprungslogos standen vor rund zwanzig Jahren für die drei Sparten Strom, Erdgas und Wasser. Im Laufe der Jahre sind neue Leistungen wie Wärme und der Stadtbus hinzugekommen. Es sei an der Zeit für ein neues Logo gewesen, betonten die Stadtwerke-Repräsentanten. Durch eine leichte Umgestaltung ergibt sich nunmehr ein stilisiertes >>E<<, das für Energie steht. Farblich haben sich die Gestalter der Firma Zabeo -Marketingpartner aus Wiesbaden auf die Farben Blau und Rot Beschränkt. Dominiert wird das neue Logo von dem Schriftzug >>Bad Nauheim<< in blauer Farbe. Das, so Hartmann, solle die Verbundenheit mit der Stadt symbolisieren. Ebenfalls neu gestaltet wurden die Räumlichkeiten des Stadtwerke-Firmensitzes im Hohen Weg.
 
 Der Spruch >>Neue Wege mit Erfahrung<< stehe für das Selbstbild eines Traditonsunternehmens, das fest mit der Kurstadt und seiner Bewohnern verbunden, gleichzeitig aber offen für die beständigen Neuerungen im Energiesektor sei. Dazu gehöre auch, die Kunden mit gezielten Serviceangeboten über Einsparungsmöglichkeiten von Energie und umweltfreundliche Energie zu informieren. Wie der Vertriebschef berichtete, hätten die Stadtwerke zuletzt Ökostrom, den sie aus Wasserkraftwerken in Norwegen beziehen, zukaufen müssen, weil die Nachfrage so stark gestiegen sei.
 Mittlerweile versorgten die Stadtwerke Haushalte und Unternehmen jährlich mit 7 Gigawattstunden Ökostrom - das entspricht der Stromversorgung von gut 1800 Haushalten bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden. Künftig, so Hartmann, wolle man die Eigenerzeugung von Strom verstärken. Derzeit produziere das Unternehmen mit Fotovoltaik und Bockheizkraftwerken nur einen minimalen Anteil am Gesamtabsatz von jährlich 112 Gigawattstunden.
 
>>Von Erzeuger-Preismodellen abhängig<<
 Zukunftsmusik sind auch neue Vertriebswege, die Anreiz für das Stromsparen einschließen. Derzeit sinken in der Regel die Preise pro Kilowattstunde Strom bei steigender Abnahmemenge. Diesen Zusammenhang im Sinne von weniger Stromverbrauch umzudrehen, gebe der Markt derzeit nicht her, bedauerte Rothaug. Die Stadtwerke seien von den Preismodellen der Erzeuger abhängig, von denen sie Strom einkaufen, um ihn an die Kunden abzugeben.
 Auch technisch bedürfte es noch großer Entwicklungsschritte, um Preismodelle mit Stromsparanreize zu verwirklichen, sagte der Vertriebschef. Ein erster wichtiger Schritt sei es, die Haushalte und Betriebe mit sogenannten intelligenten Stromzählern auszustatten. Anders als bei den klassischen Drehstromzählern wird der Verbrauch bei >>intelligenten Zählern<< elektronisch erfasst und automatisch an das Versorgungsunternehmen gesendet. Dadurch sei es beispielsweise möglich, die Preise unterschiedlich zu gestalten. Nachts, wenn der Strombedarf geringer ist, könnten die Preise dann deutlich geringer ausfallen. In frühestens einem Jahr, so schätzt Rothaug, könne man den Kunden Tarife anbieten, die günstigere Preise bei niedrigerem Verbrauch vorsähen.
 
Erstmals Raum für Kundenberatung
 Auch das Kundenzentrum der Bad Nauheimer Stadtwerke wurde komplett neu gestaltet. Ales solle offener und moderner sein, erläuterte Hartmann. >>Bislang war es für unsere Kunden eine Odyssee quer durchs Haus, bis sie bei einem Berater waren<<, berichtete Rothaug. Nun können die Besucher alles ebenerdig erledigen. Als erste Anlaufstelle gibt es einen offenen Empfang. Dahinter wurde erstmals ein Raum für Kundenberatung mit drei Mitarbeitern eingerichtet. Davon getrennt ist ein Raum für den Zahlungverkehr. Für Konferenzen und Vorträge gibts es einen Sitzssaal. Bei der Neugestaltung wurden viele Elemente zur Energie-Einsparung verwendet, die der Besucher in Augenschein nehmen könne. Bei der Beleuchtung setzen die Stadtwerke auf energiesparende LED- und Halogen-Technologie.
 Daran schließt sich ein neues Projekt an. Derzeit erarbeitet das Unternehmen laut Vertriebsleitung Rothaug ein >>Beleuchtungs-Contracting<<- Angebot für Büro- und Gewerbegebäude. Das Modell sehe vor, dass die Stadtwerke die Beleuchtungsanlagen des Kunden einbauen und betreiben. Finanzieren soll sich dies durch die Einsparungen gegenüber der herkömmlichen, energieintensiveren Beleuchtung. Derzeit sammeln die Stadtwerke Erfahrungen in zwei Räumen des Firmensitzes, um Aufschluss über die Einsparmöglichkeiten zu erhalten.

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